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Olivenöl-Creme Aus Magerquark und Olivenöl lassen sich perfekte, cremige Pasten rühren, wohlschmeckend üppig und (tadelloses Öl unterstellt) dennoch gesundheitlich wertvoll: der Fettanteil besteht fast ausschließlich aus den gesundheitlich hochwertigen Fetten des Olivenöls, dazu das hochwertige Eiweiß des Quarks. Keine Industriefette, kein raffiniertes Öl, nahezu kein tierisches Fett. Grundrezept: Magerquark und gutes Öl (ca. im Verhältnis 2:1) nacheinander in einen Mixbecher geben ohne sie groß zu vermischen. In der Mikrowelle auf Körpertemperatur oder etwas mehr erwärmen (alternativ: gleichzeitig aber getrennt im Backofen erwärmen und dann in den Mixbecher geben). Vorsichtig mit dem Mixstab von unten nach oben eine homogene Masse rühren (das dauert seine Zeit, den Mixstab nur langsam nach oben führen und Öl, das von oben in die schon emulgierte Masse am Boden läuft, sofort einarbeiten). Das klingt kniffelig und man muss auch ein wenig Gefühl für die Führung des Mixstabs entwickeln, ist aber mit ein wenig Übung letztlich ganz problemlos. Man sollte es zunächst mal ohne Zeit- und Erfolgsdruck probieren, weil die Masse bei unzulänglicher Mixstab-Führung gerinnen kann. Auch bei den folgenden Variationen immer alle Zutaten auf einheitliche Temperatur bringen, also im Zweifelsfall mit erwärmen. Gehackte Kräuter o. ä. können vor dem Erwärmen im Quark verrührt werden. Tomatencreme: Tomatenmark und Pasta-Gewürz mit verrühren. Tomaten-Kräuter-Creme: Tomatenmark und getrockneter Oregano mit verrühren. Rukola-Creme: Kleingeschnittenen Rucola und Salatgewürz mit verrühren, evtl. salzen. Kräuter-Creme: Kleingeschnittene beliebige Kräuter mit verrühren, salzen und pfeffern Pimenton-Creme: Pimenton de la Vera (geräuchertes Paprikapulver aus der Extremadura) mit verrühren. Pfeffer-Creme: mit frisch gemahlenem, grünem Pfeffer würzen. Wacholder-Creme: abgeriebene Schale von Bio-Orangen und/oder eingekochten Orangensaft mit verrühren, mit im Mörser zerriebenem Wacholder würzen. Zitronen-Creme: Zucker + abgeriebene Schale von Bio-Zitronen (evtl auch Zitronensaft) mit verrühren. Vanille-Creme: Zucker und gemahlene echte Vanille mit verrühren, perfekt zu Erdbeeren oder Pfirsichen. ________________________________________________________________________________________________________________________ Tortilla Die klassische Tortilla besteht aus Kartoffeln und einer Eiermasse. Grundrezept: Kartoffeln schälen, in dünne Scheiben schneiden. Eine Metallschale oder ein Backblech mit Butter dünn einfetten. Die Kartoffeln darauf verteilen, dezent salzen. Im Backofen bei ca. 160° goldbraun braten. Eier und Sahne (ca. 6-8 Eier auf 0,2 l Sahne) mixen, salzen. Über die Kartoffel gießen, die Kartoffeln sollten von der Eiermasse gerade bedeckt sein. Backofentemperatur auf 110° herunter schalten. Im Backofen garen lassen, bis die Eimasse gestockt ist. Traditionell wird Tortilla in der Pfanne auf dem Herd gegart, aber dass ist viel arbeitsaufwändiger: man muss die Temperatur ständig überwachen, damit das Ei stockt, aber die Tortilla am Boden nicht zu dunkel wird und die Tortilla evtl. wenden oder zeitweise mit Deckel arbeiten, damit auch die Oberseite stockt. Die Tortilla lässt sich in Stücke geschnitten warm oder kalt servieren, auch problemlos im Backofen aufwärmen. Wenn dieses Grundrezept in Glas- oder Keramikformen gebacken werden soll, muss die Form mit den Kartoffeln auskühlen, ehe die (kalte) Eiermasse angegossen wird, weil sonst die Form springen kann. Dieses Grundrezept lässt sich vielfach abwandeln, z. B. Tortilla mit Pimientos al Piquillo: nur soviel Kartoffel einlegen, dass der Boden bedeckt ist. Auf die gegarten Kartoffeln abgetropfte Pimientos al Piquillo aus dem Glas geben. Die Eiermasse mit Knoblauch und Niora-Paprika würzen. Mit frischer Paprika wird die Konsistenz der Tortilla übrigens etwas unzulänglich. Spinattortilla asiatisch: nur soviel Kartoffel einlegen, dass der Boden bedeckt ist. Auf die gegarten Kartoffeln blanchierten, ausgedrückten und grob zerschnittenen Blattspinat verteilen. Die Eiermasse mit Tandoori-Masala oder, wenn es schärfer sein soll, mit Curry Kashmir würzen. Rotkohl-Tortilla: gegarten und abgetropften Rotkohl in der Form verteilen. Die Eiermasse großzügig würzen, entweder mit Piment, Sternanis, Kreuzkümmel und Koriander, oder mit Wacholder (alles im Mörser zermahlen) oder mit Purple Curry. Blumenkohl-Tortilla: gegarte Blumenkohlröschen in der Form verteilen. Die Eiermasse großzügig mit Kreuzkümmel und Koriander oder mit Masor dal Masala würzen. Wer es scharf mag, gibt Chili oder Curry Kashmir zu. Sauerkraut-Tortilla: abgetropftes, leicht zerschnittenes Sauerkraut in der Form verteilen. Die Eiermasse kräftig mit Honigsenf würzen. Wer mag gibt in Weißwein eingeweichte Rosinen (ohne die Flüssigkeit) dazu. ________________________________________________________________________________________________________________________ Würziges rund um Tomaten, Nudeln und Salat Thunfisch-Togarashi-Bolognese: Schmeckt auch ohne Nudeln oder mit Reis (dann etwas flüssiger lassen und nicht zu zaghaft würzen) Niora-Bolognese: Wenn die Gemüse fast weich sind, die Flüssigkeit auf die gewünschte Konsistenz einkochen. Abschmecken, nach Wunsch auch mit weiterer Zugabe von Niora-Paprika. Man kann übrigen auch Paprikaflocken mitkochen. Dann wird der Paprikageschmack intensiviert. Niora-Paprika und Paprika-Flocken sind nicht scharf. Wirklich überwürzen kann man damit so schnell nicht. Je nach Dosierung werden lediglich die Paprika-Aromen stärker oder schwächer. Als Sauce zu Nudeln versteht sich. Tomaten-Meeresfrüchte-Salat mit Cajun Spice: Gambas (eher kleine, die ausgelösten Schwänze sollten ca 3-4 cm lang sein) wenig nötig garen, von der Schale befreien, Darm entfernen. Oder gegarte, geschälte und entdarmte Gambas verwenden. Tintenfischringe oder ganze Mini-Tintenfische waschen, putzen, garen (nicht zu lange garen, die werden sonst zäh). Nudeln (auch gefüllte Ravioli oder Tortellini, aber nicht mit Fleischfüllung, auch bunte Nudeln) garen. Cajun Spice in Olivenöl verrühren, Tomaten ohne die abgetropfte Flüssigkeit, Meeresfrüchte und Nudeln untermengen, bald servieren. Zu den Mengen: 1 Teil Meeresfrüchte auf 2 Teile Tomaten und 2 Teile Nudeln (alle fertig vorbereitet bemessen), aber wirklich wichtig sind die Mengenverhältnisse nicht. Wieviel Cajun Spice verwendet wird, ist Geschmacksache, wer unsicher ist fängt mit einem Teelöffel an und schmeckt den fertig gemischten Salat nach Gusto ab. Wer mag kann auch gut abgetropfte geviertelte Oliven zugeben. Keinesfalls Essig verwenden! Tomaten-Gemüse / Tomaten-Sugo: Diese Grundstruktur lässt sich variieren. Schon hinsichtlich der Garzeiten. Man kann die Tomaten nur kurz erwärmen. Dann behalten sie einen Teil ihrer Frische, es wird mehr gemüseartig, es entsteht einige ungebundene Flüssigkeit. Man kann sie auch schmoren. Dann wird die Konsistenz saucenartiger. Hinsichtlich Würze kann man mit Knoblauch- oder Chili-Zugaben variieren. Creme von Sardinillas mit Cajun Spice: Als Brotaufstrich auf Graubrot oder, natürlich besonders gut passend, zu abgetropften Sardinillas. Salat mit Joghurt-Zitronen-Sauce: Rucola (oder auch anderen Blattsalat) waschen, trockenschleudern, evtl. grob zerteilen. Mit dem Joghurt mischen und sofort servieren. Kräutersalat mit in Lammgewürz marinierten Gambas:
Am Vortag: Ingwer, Möhre, Schalotte, Knoblauch schälen und zerkleinern. Bei niedriger Temperatur in Orangensaft, etwas weißem Balsamico und Olivenöl weich kochen, mit der Garflüssigkeit durch ein Sieb drücken. Mit Lammgewürz von Ingo Holland abschmecken (doch, das mit dem Lammgewürz stimmt schon, das von Ingo Holland ist weit weg von provenzalischen Kräutern). Gegarte Gambaschwänze, entdarmt und ohne Schale, mit der Hälfte des Suds vermischen und über Nacht marinieren. Kräuter und Salat putzen, wenn nötig waschen und trockenschleudern, (können zur Not im Folienbeutel über Nacht im Kühlschrank aufbewahrt werden). Kurz vor dem Servieren Kräuter und Salat in der zweiten Hälfte des Suds schwenken, anrichten, die Gambas auf dem Salat verteilen. Orientalischer Salat: Pinienkerne (oder Cashewkerne oder Sonnenblumenkerne) in einer beschichteten Pfanne ohne Fett rösten, aber nicht zu dunkel werden lassen, abkühlen lassen. Blattsalat waschen, trocken schleudern, evtl in mundgerechte Stücke zerteilen. Olivenöl mit Holunderblüten-Balsamico zur Vinaigrette rühren, mit Raz al Hanout nicht zu zaghaft würzen, mit Salz abschmecken. Blattsalat mit Kernen und Aprikosen und er Vinaigrette mischen und bald servieren. ________________________________________________________________________________________________________________________ Würziges rund um Gemüse und Fleisch Zimtblüten-Gulasch: Bratensauce von Gjet-Ost und langem Pfeffer: Bratenfond oder Fleischbrühe (aus Fleisch / Knochen gezogen oder aus dem Glas, mit Würfel- oder Pulverbrühe funktioniert das nicht) erhitzen, evtl. auf die gewünschte Menge einkochen. Soviel Gejt-Ost (das ist brauner norwegischer Molkenkäse, nicht ganz einfach zu bekommen, kann ich bei Bedarf organisieren) in der heißen Flüssigkeit mit einem Schneebesen auflösen bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist (ca. 100 gr. Käse auf 350 bis 500 ml. Flüssigkeit). Langer Pfeffer im Mörser zerstoßen und die Soße damit kräftig würzen (1-3 Teelöffel auf die o. a. Menge). Evtl. nachsalzen. Evtl. mit (wenig!) Balsamico abschmecken. Steaks mit Ashanti Rub: Wer Sauce möchte, muss etwas mehr Aufwand treiben: ½ bis 1 Liter Fleischbrühe (aus Fleisch / Knochen gezogen oder aus dem Glas, mit Würfel- oder Pulverbrühe funktioniert das nicht) mit dem abgelöschten Bratensatz aus der Pfanne bei mittlerer Hitze stark einkochen. Es sollte eine dunkle, schon leicht sämige Flüssigkeit übrig bleiben, die mit Ashanti Rub kräftig gewürzt wird. Falls nötig, mit Salz abschmecken. Die Steaks würde ich in dem Fall weder salzen noch würzen, sondern alleine durch die Sauce aromatisieren. Möhren mit Wildgewürz: Bohnen mit Schmortomaten und Wildgewürz: Linsenpüree mit Masor Dal Masala: Entenbrust mit Pflaumen-Balsamico-Sauce: 10 entsteinte Pflaumen (evtl. tiefgekühlt aber nicht aus dem Glas) in jeweils 10 cl Rotwein und Pflaumenbalsamico sehr weich köcheln, mit der Flüssigkeit pürieren und durch ein Sieb passieren. Mit Salz und im Mörser zeriebenem langen Pfeffer würzen. Wer das Mörsern scheut, kann statt langem Pfeffer Melange Noir nehmen. Entenbrust aufschneiden und mit der Sauce möglichst auf angewärmten Teller servieren. Die üblichen Beilagen wie Kartoffeln, Nudeln oder Reis passen hierzu nicht gut. Am besten mit Baguette servieren. Wer mag, kann die Sauce mit weiteren, wie oben (aber nicht zu weich) gegarten Pflaumenhälften anreichern. Die Sauce schmeckt auch leicht geknofelt oder mit einem Hauch Ingwer. ________________________________________________________________________________________________________________________ Würziges rund um Fisch Thunfisch mit Togarashi-Kruste: Fischsuppe Cajun Spice: Dazu die Fischstücke grob, die Gemüse feiner zerteilen. Die Orangenschalen müssen so von der Orange geschält werden, dass nichts Weißes mehr anhaftet. Als Flüssigkeit ist eine Mischung von trockenem Weißwein und Wasser ideal. Zu den Mengen: man macht die Suppe sinnvollerweise in größerer Portion und friert einen Teil ein (lässt sich auch als Fischfond für Saucen etc. nutzen). Die Flüssigkeit soll Fisch und Gemüse bedecken. Auf 5 Liter Flüssigkeit sollte ca. 3 Tomaten, 2 Stangen Staudensellerie, eine große Zwiebel, 1 Porreestange, 5 Knoblauchzehen, 1 Fenchelknolle, Schale von einer Orange entfallen. Aufkochen, bei niedriger Temperatur ca. 1 Stunde köcheln lassen. Absieben. Grobe Mittelgräten und Fischköpfe entfernen. Die festen Bestandteile aus dem Sieb mit einem Teil der Brühe im Mixer pürieren und durch das Sieb sorgfältig passieren. Die durchpassierte Masse soll Bindung haben. Soviel von der verbliebenen Brühe zugeben, dass die gewünschte Konsistenz entsteht. Mit Cajun-Spice nicht zu zaghaft abschmecken. Heiß servieren. Evtl. als Einlage kleine Stücke von Fischfilet oder kleine, geschälte Garnelen in der Suppe erwärmen. Als Tapas in kleinen Suppentassen servieren, gibt mit etwas mehr Fischeinlage und frischen Baguette aber auch ein komplettes Abendessen. ________________________________________________________________________________________________________________________ Die Gewürze in den Rezepten sind über unser Weindepot erhältlich. Die Rezepte sind nicht als „Betriebsanleitungen“, sondern als Anregungen für eigene Kreationen gedacht.
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